MARTIN FORTER - GEOGRAF UND ALTLASTENEXPERTE

+++ 4. Februar 2015 +++

Mängel bei der Trinkwasserüberwachung:

Es ist so: IWB kontrollieren beim Trinkwasser einen Grenzwert nicht

WasseretiketteSo hat Greenpeace 2006 die Schadstoffe in unserem Basler Trinkwasser bekannt gemacht. In der Folge haben die IWB z.T. die Analytik verschlechtert

„Die IWB wenden das GC/MS-Screening falsch an“, sagte Michael Wüthrich (Grünes Bündnis BS) betreffend Trinkwasseranalytik der Industriellen Werke Basel (IWB) heute im Parlament des Kantons Basel-Stadt. Wüthrich im Grossen Rat weiter: „Darum finden sie gewisse Stoffe nicht.“

Die Allianz Deponien Muttenz (ADM) nimmt diese Intervention von Michael Wüthrich mit Befriedigung zur Kenntnis.

Vor rund zwei Monaten hatte ADM bekannt gemacht , dass die IWB beim Trinkwasser die Analytik bei der Methode GC/MS-Screening verschlechtert haben.

ADM war erstaunt, wie freimütig die IWB zu den GC/MS-Screening offensichtlich Falsches als Tatsache hinstellten.

ADM bleibt dabei: Die Lebensmittelverordnung gibt für genotoxische Substanzen einen Grenzwert von 100 ng/l vor. Ein Grenzwert von 100 ng/l ist nicht kontrollierbar, wenn im GC/MS-Screening die Bestimmungsgrenze für Substanzen ebenfalls bei 100 ng/l liegt, weil so der Messfehler der Methode nicht berücksichtigt wird. Deshalb ist klar, dass die IWB diesen Grenzwert seit 2009 nicht kontrolliert haben.

Presse-Echo

04.02.2015 - Radio SRF 1, Regionaljournal Basel Baselland: Linke sorgt sich um Basler Trinkwasser
05.02.2015 - BZ Basel: Eine halbe Million Franken pro Tag für die IWB-Infrastruktur
12.02.2015 - Basler Zeitung: Streit um Proben von Trinkwasser