MARTIN FORTER - GEOGRAF UND ALTLASTENEXPERTE

Symbolbild

+++ 15. Mai 2013 +++

Medienmitteilung von Pingwin Planet und Dr. Martin Forter vom 15. Mai 2013

Spazieren auf Chemiemüll – in Hagenthal wieder möglich

Situations-FotoWieder frei begehbar: Giftweg in Hagenthal-le-Bas am 9.5.2013. Foto: Martin Forter

Der hochgiftige Chemiemüll auf einem Feldweg in Hagenthal-le-Bas (F) ist wieder frei zugänglich: Jemand hat die Absperrungen, die die französischen Behörden anbringen liessen, wieder geöffnet. Die Folge: Ohne es zu bemerken, spazieren Menschen, Hunde und Pferde direkt über das Gift. Sie verschleppen es mit Schuhen, Pfoten und Hufen in die Häuser sowie Ställe. Das macht es für Pingwin Planet und Dr. Martin Forter nur noch klarer: Der Chemiemüll muss endlich weg. »mehr…

Presse-Echo

15.05.2013 - Onlinereports: Offener Giftmüll auf Feldweg in Hagenthal-le-Bas
16.05.2013 - BZ Basel: Illegale Deponie wieder zugänglich
16.05.2013 - Journal L'Alsace: Hagenthal-le-Bas: Toujours des déchets chimiques
19.05.2013 - Dernières Novelles d'Alsace (DNA), Camilles Andres: HAGENTHAL-LE-BAS, Santé publique: Alerte à la pollution
22.05.2013 - Badische Zeitung, Annette Mahro: Kampf gegen die Altlasten

+++ 29. April 2013 +++

Bisher unveröffentlichte, Industrie-interne Dokumente zeigen:

Chemie verheimlicht in Muttenz Grenzwerte aus Monthey (VS) für Risikoschadstoffe

Situations-FotoUm zu sanieren, muss alles abgerissen werden - die Chemiemülldeponie Feldreben am 25.4.2013. Foto - Harald Friedl

BASF, Novartis und Syngenta wollen in Muttenz bei der Feldrebengrube eine Billig-Sanierung durchführen. Dies zeigt ein Industrie-Bericht, den ADM heute veröffentlicht. Mit wissenschaftlich unhaltbaren Aussagen versuchen die drei Konzerne zudem von Substanzen abzulenken, die beim Menschen Krebs verursachen, das Erbgut und/oder das Embryo im Mutterleib schädigen. Für etliche dieser Risiko-Substanzen haben sie in Monthey (VS) Grenzwerte gemäss Altlastenverordnung herleiten lassen. Ihr Wissen aus Monthey aber hielten sie in Muttenz zurück. Deshalb veröffentlich ADM heute diese verheimlichte Grenzwerte-Liste. Sie zeigt: Die Monthey-Grenzwerte werden im Muttenzer Grundwasser z.T. überschritten. Trotzdem haben die drei Konzerne bei der Feldrebengrube diese höchst problematischen Substanzen «übersehen», obwohl Syngenta z.T. an Arbeiter Entschädigung wegen Blasenkrebs bezahlt. »mehr…

Presse-Echo

29.04.2013 - Tageswoche, Patrik Tschudin: Deponie Feldreben soll rasch saniert werden
29.04.2013 - SRF online: Erneute Forderung nach rascher Deponiesanierung in Muttenz
29.04.2013 - Radio SRF, Regionaljournal Basel, 17:30: Umweltverbände fordern sofortige Sanierung der Deponie Feldreben
30.04.2013 - BZ Basel, Leif Simonsen: Schadstoffe «übersehen» – bisher geheime Dokumente belasten Firmen
30.04.2012 - Tages-Anzeiger, Maurice Thiriet: Scharfe Kritik an die chemische Industrie
30.04.2013 - 20 Minuten: Vorwürfe wegen Deponie Muttenz
30.04.2013 - Basler Zeitung, Tobias Gfeller: «Diese Sanierung ist keine Sanierung»
24.05.2013 - BZ Basel: Teilaushub für Feldreben ist definitiv
24.05.2013 - Basler Zeitung: Sanierungsprojekt für Feldreben bis Ende Jahr

Weiteres zum Thema

07.04.1981 - Hansjörg Schmassmann: Grundwasseruntersuchungen Muttenz; Arbeitspapier zu einer Besprechung der bisherigen Ergebnisse, im Auftrag des Wasserwirtschaftsamts Basel-Landschaft, Liestal

15.06.2006 - Greenpeace Schweiz: Deponie-Chemikalien im Basler Trinkwasser, Medienkonferenz

03.07.2006 - Greenpeace Schweiz: Basler Altlasten Zeitung

12.02.2007 - Martin Forter: Chemiemüll und Trinkwasser in Muttenz 1957-2007, Im Auftrag des Forums besorgter TrinkwasserkonsumentInnnen (FbTK) und von Greenpeace Schweiz, Basel

17.12.2007 - Greenpeace Schweiz/Forum besorgter TrinkwasserkonsumentInnen: Chemiemüll verschmutzt Basler Trinkwasser

27.02.2008 - Martin Forter: Plädoyer für einen regionalen Grund- und Trinkwasserschutz in der Muttenzer Hard. Stellungsnahme zu den Abschlussberichten der Chemiemülldeponien Feldreben, Rothausstrasse und Margelacker in Muttenz, im Auftrag von Greenpeace Schweiz zu Handen des Amts für Umweltschutz und Energie des Kantons Basel-Landschaft, Basel

+++ 20. März 2013 +++

Die Gemeinde Grenzach-Wyhlen (D) lehnt Sondermüllfirma auf dem BASF-Gelände ab

BASF soll aufräumen wie Roche

Situations-Foto Hinter dem Zaun will Roche ausgraben, vor dem Zaun BASF nur kapseln: 12'500 Tonnen Chemiemüll in der Deponie Kessler in Grenzach-Wyhlen (D). Foto: Martin Forter

Gestern Abend hat der Gemeinderat von Grenzach-Wyhlen u.a. eine Veränderungssperre gutgeheissen, um die Ansiedlung des Sondermüll-Betriebs Zimmermann auf dem BASF-Gelände zu verhindern. Nun gerät BASF immer mehr unter Druck: Unterdessen fordert selbst die Fraktion der Christlich Demokatischen Union (CDU) Grenzach-Wyhlen, was Roche für ihren Abschnitt der Kesslergrube plant: „eine Komplettsanierung“ auch für den BASF-Teil der Chemiemülldeponie. »mehr…

Presse-Echo

02.03.2013 - Südkurier: Zimmermann-Gegner untermauern ihre Position
03.03.2013 - Der Sonntag im Dreiland, Kathrin Ganter: Die einen graben, die andern kapseln
04.03.2013 - Badische Zeitung online: Roche spricht sich für den Entsorger aus
14.03.2013 - Badische Zeitung online: Die Veränderungssperre rückt näher
15.03.2013 - Badische Zeitung: BASF soll wie Roche sanieren BASF soll wie Roche sanieren
20.03.2013 - Badische Zeitung: Grenzach-Wyhlen erlässt Veränderungssperre
30.03.2013 - Badische Zeitung, Ralf Staub: Umspundung stoesst auf breite Kritik.(pdf)

+++ 23. Januar 2013 +++

Sanierung Chemiemülldeponie Feldreben Muttenz:

Kritik beim Kanton nicht angekommen

Situations-Foto Was um 1980 gebaut wurde, muss jetzt abgerissen werden: Die Chemiemülldeponie Feldreben in Muttenz von BASF, Novartis und Syngenta. Foto: Hanspeter Meier

In seiner Medienmitteilung vom 22.01.2013 weist der Kanton Basel-Landschaft unsere Kritik pauschal zurück, nimmt aber zu den zentralen Vorwürfen nicht Stellung. ADM fordert weiterhin eine Untersuchung der Interessenkonflikte innerhalb des Sanierungsprojektes der Chemiemülldeponie Feldreben in Muttenz und den Rücktritt von Franziska Ritter und Bernhard Matter. »mehr…

Presse-Echo

24.01.2013 - BZ Basel, Boris Burkhardt: Politiker haben viele Fragen zu Feldreben
25.01.2013 - BZ Basel, Boris Burkhardt: Auch Muttenz traut Feldreben-Leitung nicht
07.02.2013 - BZ Basel: Deponie Sanierung Feldreben im Grossen Rat
06.03.2013 - BZ Basel, Boris Burkhardt: Die Erwartungen an Isaac Reber sind hoch
08.03.2013 - SRF online: Basler Regierung sieht kein Problem in Feldreben-Verflechtungen
19.03.2013 - BZ Basel, Boris Burkhardt: Feldreben-Sanierung verzögert sich
19.03.2013 - Basler Zeitung: Drei Varianten für Feldreben-Sanierung
26.03.2013 - BZ Basel, Boris Burkhardt: Wie das Gift am besten aus dem Boden kommt
06.04.2013 - BZ Basel, Michel Ecklin: Nur das eigene Wasser ist sauber genug

+++ 22. Januar 2013 +++

Sanierungsgremien Chemiemülldeponie Feldreben Muttenz

Dreistes Doppelspiel

Situations-Foto Die Chemiemülldeponie Feldreben von BASF, Novartis und Syngenta in Muttenz am 15.1.2013. Foto: Hanspeter Meier

Franziska Ritter ist Verwaltungsrats-Präsidentin der Firma, die u.a. für BASF, Novartis, und Syngenta die Chemiemülldeponie Bonfol (JU) ausgräbt. Gleichzeitig organisiert Ritter für den Kanton Basel-Landschaft als Bauherr unter Regierungsrat Peter Zwick (CVP) die Sanierung der Chemiemülldeponie Feldreben in Muttenz mit. Dort sitzt sie für den Kanton z.T. Mitgliedern ihres Bonfol-Verwaltungsrats gegenüber. Doch in Muttenz ist nicht nur Ritter zu eng mit der Industrie verstrickt. Solche Interessenkonflikte könnten den Kanton Basel-Landschaft Hunderte von Millionen Franken kosten. »mehr…

Presse-Echo

22.01.2012 - BZ Basel online 11:07 Boris Burkhardt: Allianz Deponien Muttenz wirft Sanierungsgremien «dreistes Doppelspiel» vor.
22.01.2013 - Onlinereports, Peter Knechli: Streit um "Doppelspiel" bei "Feldreben"-Sanierung
22.01.2013 - BZ Basel online 17:17 Boris Burkhardt: Kanton weist Kritik der Allianz Deponien Muttenz zurück
22.01.2013 - Radio SFR 1, Regionaljournal Basel: Vorbehalte gegen Baselbieter Vertreterin am Runden Tisch zur Deponiesanierung Feldreben (ab Min. 2:30)
23.01.2013 - BZ Basel, Boris Burkhardt: «Industrie will von A bis Z kontrollieren»
23.01.2013 - Basler Zeitung, Boris Gygax: Filz-Vorwurf um Feldreben-Sanierung

+++ 7. November 2012 +++

Abschluss der Totalsanierungen von Le Letten und Roemisloch

Nicht mehr als ein bescheidener Start

Situations-Foto

Novartis, Syngenta und BASF feiern sich heute im Elsass: Nach über 20 Jahren tricksen und schummeln haben sie die beiden kleinen Chemiemülldeponien Roemisloch und Le Letten auf ihre Kosten ausgegraben. Das ist erfreulich – aber nicht mehr als ein bescheidener Anfang. Denn: Damit haben die drei Konzerne nur gerade fünf Prozent des Chemiemülls herausgeholt, der im Boden der Region Basel schlummert – und das für günstige 31 Millionen Franken. In Muttenz aber, wo die Beseitigung der Chemiemülldeponie Feldrebengrube um die 400 Millionen Franken kosten wird, wollen die gleichen Multis, die sich heute im Elsass als Chemiemüllbeseitiger feiern, weder richtig aufräumen noch alles bezahlen – trotz der Gefahr für das Trinkwasser von 225'000 Menschen in Stadt und Agglomeration Basel. »mehr…

Presse-Echo

07.11.2012 - Radio DRS Regionaljournal, 17:38 Uhr: Deponien Le Letten und Roemisloch fertig saniert
07.11.2012 - Télévision France 3 Alsace: Hagenthal-le-Bas: décharges sécurisées
08.11.2012 - AZ Basel /Basellandschaftliche Zeitung: Das Gift ist nicht mehr da, Totalaushub ist nicht immer die beste Lösung und Boris Burkhardt: Mehr als eine Image-Aktion? (Kommentar).
08.11.2012 - Dernières Nouvelles D'Alsace: Décharges chimiques du Letten et du Roemisloch - premiers chantiers à terme et Deux sites assainis
08.11.2012 - Journal L'Alsace: Décharges chimiques du Letten et du Roemisloch : l’épilogue, « Heureux d’avoir ces forêts sans décharges » et Point de vue Pour Martin Forter, « un modeste début »
08.11.2012 - Radio DRS 4, 08:34: Zwei Giftdeponien im Raume Basel saniert – weitere warten
08.11.2012 - Basler Zeitung: Je nach Sichtweise mehr oder weniger freiwillig
09.11.2012 - Badische Zeitung: Statt Deponie wieder Wald und Wiese
11.11.2012 - ARD Südwestfunk (SWR-Fernsehen), Landesschau aktuell Baden-Württemberg, 18:00: Illegale Giftmülldeponie Letten ist saniert
16.11.2012 - Allschwiler Wochenblatt: «Es ist zu früh zum Feiern»

+++ 23. September 2012 +++

HCH in Hagenthal

Feldweg gesperrt und Studien beauftragt

Situations-Foto Hochgiftiges HCH auf einem Feldweg in Hagenthal-le-Bas (F): Nach mehr als einem halben Jahr Im Sommer 2012 endlich abgesperrt. Foto: Félicien Filleul

Mehr als ein halbes Jahr hat es gedauert. Doch nun beginnen die französischen Behörden endlich zu handeln: Im Verlaufe des Sommers haben sie den am stärksten mit hochgiftigem Hexachlorcyclohexan (HCH) kontaminierten Feldweg in Hagenthal-le-Bas (F) abgesperrt. Auf diesem Feldweg haben Pingwin Planet und Dr. Martin Forter unter freiem Himmel bis zu 750 Gramm HCH pro Kilogramm Material aus der Produktion von Ugine-Kuhlmann gefunden, wie sie im November 2011 an einer Medienkonferenz in Hagenthal-le-Bas (F) öffentlich gemacht haben. Zudem haben die französischen Umweltbehörden kürzlich Risikostudien zu HCH-Feldwegen und Lörtzbach öffentlich ausgeschrieben. »mehr…

Presse-Echo

30.10.2012 - BZ Basel / Basellandschaftliche Zeitung: Elsässer Gift bleibt bis nächstes Jahr im Boden

+++ 6. September 2012 +++

Chemiemüll im Rheinhafen

Umweltamt Basel-Stadt: «Das Material entspricht nicht dem, was man uns angegeben hat»

Situations-Foto Aus harmlos wird giftig: Szene vom Verlad des Chemiemüll-Erdreich-Gemischs im Basler Rheinhafen bei der Firma Rhenus. Foto: Harald Friedl

Der Chemiemüll, der im Rheinhafen Basel umgeschlagen wurde, ist giftiger als von Syngenta und BASF eingeräumt. Dies zeigen nicht nur Analysen der Umweltorganisation Pingwin Planet, sondern bestätigt heute auch Jürg Hofer, Chef des Amts für Umwelt und Energie des Kantons Basel-Stadt (AUE) gegenüber «Schweiz aktuell» des Schweizer Fernsehens: «Das analysierte Material entspricht nicht dem, was man uns angegeben hat und wir auch bewilligt haben, und deshalb müssen wir nun auch reagieren.» Dass die Firma Rhenus im Basler Hafen Chemiemüll aus Monthey (VS) neben Nahrungsmitteln umschlägt, wurde vor zwei Wochen publik. »mehr…

Presse-Echo

06.09.2012 - Schweizer Fernsehen, Tagesschau online: Chemiemüll im Basler Hafen ist giftiger als bisher bekannt
07.09.2012 - Tageswoche: Chemiemüll im Rheinhafen ist doch gefährlich
07.09.2012 - Logo Schweiz aktuell Schweizer Fernsehen SF, Schweiz Aktuell: Erschreckende Ergebnisse
07.09.2012 - 20Minuten Basel: Hafen: Chemiemüll giftiger als vermutet
08.09.2012 - AZ Basel / Basellandschaftliche Zeitung: "Chemiemüll ist giftiger als gedacht" und "Der Chemiemüll im Hafen war zu giftig"

+++ 24. August 2012 +++

Basler Rheinhafen:

Giftmüll von BASF und Syngenta neben Lebensmitteln umgeschlagen

Situations-Foto Ein Gemisch aus Chemiemüll und Erde von BASF und Syngenta; Haufen aus einer Chemiemülldeponie in Monthey (VS) im Basler Hafen.

Am Westquai im Basler Hafen lagert ein Gemisch aus Chemiemüll und Erdreich. Die Firma Rhenus schlägt das giftige Gemisch auf einem Umschlagplatz für Kaffee, Weizen uns Soja um und lagert es gleich daneben in einer offenen Halle. Verdrecktes Wasser aus dem Giftmüll sickert zudem in Keller und kontaminiert die Gebäude. Die Umweltorganisation Pingwin Planet hat Proben genommen. Das giftige Gemisch im Basler Hafen stammt aus der Chemiemülldeponie Pont Rouge in Monthey (VS), die der deutsche Chemieriese BASF und der Basler Agrokonzern Syngenta gerade sanieren. Das gifthaltige Material soll angeblich per Schiff in holländische Desorptionsanlagen transportiert werden. Ob das Material tatsächlich dort hin gelangt wäre? Der sorglose Umgang im Basler Hafen u.a. durch die Firma Rhenus lässt Zweifel aufkommen. Warum sehen sie im Beitrag in „Schweiz aktuell“ des Schweizer Fernsehens und auf den uns zugespielten Fotos.

Presse-Echo

24.08.2012 - Radio Basilisk, 17:10: Info Chemiemüll
24.08.2012 - Schweizer Fernsehen, Tagesschau online: Im Basler Rheinhafen lagert Chemiemüll
24.08.2012 - Handelszeitung online: Chemiemüll im Basler Rheinhafen
25.08.2012 - BZ Basel/Basellandschaftliche Zeitung: Chemiemüll in Kleinhüningen zwischengelagert
27.08.2012 - naturschutz.ch: Im Rheinhafen lagert Kaffee neben Chemie
03.09.2012 - Europaticker, Umweltruf: Zwischenlagerung von Deponiematerial der chemischen Industrie im Rheinhafen Kleinhüningen

+++ 18. Juli 2012 +++

Arbeitsplätze und Chemiemülldeponien in der Region Basel

Novartis und Roche räumen auf, BASF spielt auf Zeit – und zieht schrittweise ab

Situations-Foto Links des Zauns dichtet ihn BASF nur ab, rechts des Zauns holt ihn Roche entgültig raus: Chemiemull in der Deponie Kessler in Grenzach-Wyhlen (D). Foto: Martin Forter

Roche und Novartis schaffen Arbeitsplätze und räumen den Chemiemüll weg. BASF dagegen lässt ihr Gift liegen und baut seit der Übernahme von Ciba schrittweise Arbeitsplätze ab: Diesen gegensätzlichen Umgang der drei Weltkonzerne mit der Region Basel zeigen kürzlich erschienene Medienberichte. »mehr…

Weiteres zum Thema

17.02.2009 - Martin Forter: Vorbereitungs-, Sanierungsarbeiten und Abfallentsorgung bei der Deponie Hirschacker in Grenzach: Eine kritische Würdigung, im Auftrag von Greenpeace Schweiz.

03.10.2012 - Tageswoche: Giftmüll - Novartis gibt Entwarnung

+++ 12. Juni 2012 +++

Schutz der Arbeiter vor Giftstoffen: BCI hält Versprechen nicht ein

Rückbauhalle Bonfol Das Innere der Rückbauhalle bei der Chemiemülldeponie Bonfol, aufgenommen durch ein Fenster. Rechts, blau der Greifer beim Graben. Foto: Martin Forter

Die Basler Chemische Industrie (BCI, u.a. Novartis, Roche, BASF, Syngenta) hat das Versprechen nicht eingehalten, dass die Arbeiter beim Ausgraben der Chemiemülldeponie Bonfol nicht mehr giftigen Schadstoffen ausgesetzt sind als auf normalen Baustellen. Dies belegen interne Dokumente, die das Collectif Bonfol (CB) heute veröffentlicht. »mehr…

Presse-Echo

12.06.2012 - Radio Frequence Jura (rfj): Le Collectif Bonfol remonte au front
12.06.2012 - Radio Frequence Jura (rfi), Journal 12:15: Collectif Bonfol: La chimie bâloise n'a pas tenues ses promesses
13.06.2012 - Le Journal du Jura: «La chimie bâlois n'a pas tenu parole»
13.06.2012 - Basler Zeitung: Schadstoffe in Schutzanzügen
13.06.2012 - Le Quotidien Jurassien: Protection des travailleurs jugée insuffisante sur la décharge de la Chimie bâloise à Bonfol
16.06.2012 - Journal du Jura: «Le Collectif, c’est la mouche du coche»
19.06.2012 - Le Quotidien JurassienLes travailleurs du site de la décharge de Bonfol sont bien protégés, assure la chimie bâloise

+++ 4. Juni 2012 +++

ADM lehnt eine Teilnahme an der Begleitkommission Feldreben zum jetzigen Zeitpunkt ab

Feldreben Bohrarbeiten Bohrarbeiten auf der Chemiemülldeponie Feldreben in Muttenz am 5. Juni 2012. Foto: Martin Forter

Die Allianz Deponien Muttenz (ADM) lehnt zum jetzigen Zeitpunkt die Teilnahme an der Begleitkommission Feldreben ab. Dies haben die 17 in der ADM zusammen geschlossenen Umweltorganisationen, Gewerkschaften und Parteien an ihrer letzten Sitzung einstimmig beschlossen und dies alt Regierungsrat Eduard Belser, designierter Präsident der Begleitkommission mit Schreiben vom 1. Juni mitgeteilt. Zu viele Punkte der Organisationsziele und Struktur sprechen im Moment gegen eine Teilnahme in dieser Begleitkommission. »mehr…

Presse-Echo

24.05.2012 - AZ Basel/Basellandschaftliche Zeitung: Deponiegegner erneuern Kritik am Kanton
05.06.2012 - AZ Basel/Basellandschaftliche Zeitung: Niemand will bei der Deponie-Kommission mitmachen
05.06.2012 - Basler Zeitung: Deponiekommission gerät ins Wanken
07.06.2012 - AZ Basel/Basellandschaftliche Zeitung: Kommission wird ausgesetzt
07.06.2012 - Basler Zeitung: Deponie-Kommission ist auf Eis gelegt
10.08.2012 - Tageswoche: Sanierung ohne Einbezug der Öffentlichkeit

+++ 14. Februar 2012 +++

Inakzeptable Sanierungsvorgaben für die Chemiemülldeponie Feldreben von Novartis & Co.

Die Deponie Feldreben im Jahr 1955.
(Bild: polyfeld-muttenz.ch)

Sanierungsvorgaben, die an den Anforderungen vorbei gehen und eine unstatthafte Interpretation von geologischen Modellen durch das Umweltamt Baselland: Die Allianz Deponien Muttenz (ADM) hat heute an einer Medienkonferenz in Basel auf schwere Mängel bei der Planung der Sanierung der Chemiemülldeponie Feldreben in Muttenz von Novartis & Co. hingewiesen. Ändert der Kanton seine Haltung nicht, kündigt ADM hartnäckigen Widerstand an, um so ein einmaliges und definitives Aufräumen zum Schutze des Grundwassers und des Trinkwassers von 200'000 Menschen in der Region durchzusetzen. »mehr…

Presse-Echo

14.02.2012 - Radio DRS Regionaljournal, 12:03 Uhr: Deponie-Sanierungspläne unter Beschuss
14.02.2012 - Tageswoche: Deponie-Kritiker drohen mit Giftmüll-Prozess
14.02.2012 - Radio Basilisk, 12:08 Uhr: Chemiemüll-Deponie Feldreben: Schnelle Sanierung
14.02.2012 - Radio DRS Regionaljournal, 17:30 Uhr: Grosse Differenzen zur Feldreben-Sanierung
15.02.2012 - Badische Zeitung: Kritik am Kanton wegen Chemiemüll
15.02.2012 - Basellandschaftliche Zeitung: "3991 mögliche Schadstoffe werden ignoriert"
15.02.2012 - Basler Zeitung: Kritiker drohen mit Giftmüllprozess wie in Bonfol
16.02.2012 - Basellandschaftliche Zeitung/AZ Basel: Muttenz: Fdp doch nicht gegen Totalsanierung
02.03.2012 - Tageswoche: Staatsschützer werden aktiv
02.04.2012 - Basler Zeitung: Deponiekritiker geraten selber in die Kritik

Weiteres zum Thema

11.01.2012 - Tageswoche: Muttenz will Feldreben-Deponie schneller saniert haben
23.11.2012 - BZ Basel / Basellandschaftliche Zeitung: Kanton machte es vor – und solls nun nachmachen
24.07.2012 - Martin Forter/Walter Wildi: Deponie Feldreben: Fragen zum heutigen Kenntnisstand im Hinblick auf die Formulierung der Sanierungsziele und des Sanierungsprojektes, Gutachten Im Auftrag der Allianz Deponien Muttenz. (ADM)

+++ 22. Dezember 2011 +++

Hagenthal: Noch mehr Gift auf Feldwegen

Foto: Maja Widler

Noch mehr Chemieabfall in Hagenthal-le-Haut: Die Umweltorganisation Pingwin Planet und Dr. Martin Forter haben einen weiteren Feldweg mit hochgiftigem Hexachlorcyclohexan (HCH) aufgespürt. 11.5 Milligramm des vermutlich Krebs fördernden HCH enthält das Kilogramm Bodenmaterial. Pingwin Planet und Forter fordern den moralisch verantwortlichen Konzern Rio Tinto und die französischen sowie schweizerischen Behörden auf, in Hagenthal endlich zu handeln und den Giftmüll unter freiem Himmel sofort wegzuräumen. »mehr…

Presse-Echo

22.12.2011 - Radio Basel: Weitere HCH-Funde im elsässischen Hagenthal
22.12.2011 - Radio DRS Regionaljournal, 12:03 Uhr: Neuer Giftfund in Hagenthaler Boden
22.12.2011 - Radio DRS Regionaljournal, 17:30 Uhr: Neuer HCH-Fund im Elsass
22.12.2011 - Radio Basel: CH-Behörden zum Gift beim Lörzbach
23.12.2011 - Schweizmagazin.ch: Neuer Nachweis von HCH-Spuren im Lörzbach
23.12.2011 - Basellandschaftliche Zeitung: Kanton bedauert Missverständnisse mit Allschwil
23.12.2011 - Basler Zeitung: Allschwil ist nach der Aussprache weiterhin sauer auf den Kanton
23.12.2011 - Journal L'Alsace: Hagenthal-le-Haut: «Encore plus de déchets toxiques»
23.12.2011 - Journal L'Alsace: Déchets de lindane à Hagenthal-le-Bas et Hagenthal-le-Haut : les mesures prises par le préfet du Haut-Rhin
23.12.2011 - Le Pays: Lindane à Hagenthal-le-Haut aussi
23.12.2011 - Le Parisien.fr: Déchets chimiques présumés en Alsace: la préfecture ordonne des analyses
23.12.2011 - Dernières Nouvelles D'Alsace: D'autres chemins pourraient être contaminés
03.01.2012 - Badische Zeitung: Anrüchige Geschichten
03.01.2012 - Basler Zeitung: Frankreich kündigt Untersuchungen an
05.01.2012 - Journal L'Alsace: Le témoignage d'Henri Macher: « Rester objectif »
04.02.2012 - Basler Zeitung: Der Districtrat soll eingreifen
22.02.2012 - AZ Basel/Basellandschaftliche Zeitung: Giftige Bängg übers Gift im Lörzbach

+++ 3. Dezember 2011 +++

Gift auf Feldwegen in Hagenthal: Gemeinden fordern Dekontamination

Foto: Dave Joss

Wenn auf ihren Feldwegen tatsächlich Chemiemüll liege, dann müsse dieser «so schnell wie möglich» entfernt werden, lässt François Gasser, Maire von Hagenthal-le-Bas (F) nur wenige Stunden nach der Medienkonferenz von Pingwin Planet und Dr. Martin Forter verlauten. Eine Beseitigung des Chemiemülls fordert auch die Gemeinde Allschwil (CH) und verlangt vom Kanton Basel-Land, dass er ein Fischereiverbot erlässt. Das Tränken des Viehs am Lörzbach soll er ebenso verbieten. Baselland aber lehnt dies mit fadenscheinigen Argumenten ab, weshalb die Gemeinde Schönenbuch (CH) ihre Fischer und Bauern von sich aus aufgefordert hat, den Lörzbach vorerst nicht mehr zu nutzen. Dringliche Fragen an die Baselbieter Regierung zum Gift in Hagenthal reichte zudem Andreas Bammatter (SP) im Parlament des Kantons Basel-Landschaft ein. »mehr…

Presse-Echo

30.11.2011 - TagesWoche: Allschwil fordert Fischverbot am Lörzbach
01.12.2011 - Basler Zeitung: Weisses Gift schockiert Allschwil
01.12.2011 - Basellandschaftliche Zeitung: Allschwil fordert Sofortmassnahme
01.12.2011 - TagesWoche: Pegoraro weist Vorwürfe der Gemeinde Allschwil zurück
01.12.2011 - Basler Zeitung online: Kanton hat nichts vom Gift gewusst
01.12.2011 - Radio Basel: Streit um den Lörzbach: ist er nun verseucht oder nicht?
01.12.2011 - DRS Regionaljournal: Unstimmigkeiten nach Giftfund
02.12.2011 - Basellandschaftliche Zeitung: «Der Kanton reagiert zu spät»
05.12.2011 - Radio Basel: Lörzbach: HCH-belastet und niemand ist Schuld.
06.12.2011 - Basler Zeitung: Giftgrube war schon lange bekannt
09.12.2011 - Basler Zeitung: Kanton hätte am Lörzbach längst handeln sollen u. Kommentar: Reinen Wein einschenken
09.12.2011 - Basellandschaftliche Zeitung: Schauplätzchen
09.12.2011 - Allschwiler Wochenblatt: Nun bereitet auch der Lörzbach Sorgen
10.12.2011 - Basellandschaftliche Zeitung: Kanton weiss seit 1972 von dem Gift
14.12.2011 - Basellandschaftliche Zeitung: «Auswirkungen im Bach sind minim»
15.12.2011 - Basler Zeitung: «Wir brauchen regelmässige Proben»
17.12.2011 - Basellandschaftliche Zeitung: Allschwiler bleiben verunsichert
19.12.2011 - Basellandschaftliche Zeitung: Keine Sedimentproben vom Bach

+++ 29. November 2011 +++

Hagenthal: Chemiemüll unter freiem Himmel gefunden

Foto: Dave Joss

Auf einem Feldweg beim Klepferhof in Hagenthal-le-Bas (F) liegt stark mit Chemiemüll kontaminierter Beton offen herum. Der Beton enthält bis zu 750 Gramm hochgiftiges Hexachlorcyclohexan (HCH) pro Kilo. Das ist enorm. Hinzu kommt eine grosse Menge mit HCH kontaminierter Kies. Solcher Kies liegt auch auf einigen Feldwegen in Hagenthal-le-Haut . Die französischen Behörden wissen vom Gift-Kies in Hagenthal seit 1972. Gehandelt haben sie nicht. Mit fatalen Folgen für Mensch, Tiere und Umwelt: Der Regen schwemmt das hochgiftige HCH aus, kontaminiert Wiesen und vergiftet den Lörzbach schleichend, wie Analysen von Pingwin Planet zeigen. Der Chemiemüll stammt von der einstigen Firma Ugine Kuhlmann aus der Produktion des heute verbotenen Insektizids Lindan. Pingwin Planet fordert Rio Tinto als ethisch verantwortlichen Konzern sowie die französischen und schweizerischen Gesundheits- und Umweltbehörden auf, das hochgiftige HCH in Hagenthal sofort wegzuräumen. »mehr…

Presse-Echo

29.11.2011 - Schweizer Fernsehen SF, Schweiz Aktuell: Gift aus Frankreich
29.11.2011 - France 3: Hagenthal : des déchets chimiques à ciel ouvert
29.11.2011 - SRF Tagesschau online: Giftmüll unter freiem Himmel
29.11.2011 - Radio DRS Regionaljournal 17:30 Uhr: Brisanter Giftmüll-Fund im Elsass durch Martin Forter
29.11.2011 - TagesWoche: Wieder Giftmüllskandal in Hagenthal
30.11.2011 - Basellandschaftliche Zeitung Elsässische Deponie bedroht Allschwil
30.12.2011 - Radio DRS Regionaljournal 07:32 Uhr: Allschwil schockiert über Giftmüll-Funde an der Grenze
30.11.2011 - Journal L'Alsace: Pollution Hagenthal-le-Bas : du lindane sur des chemins ruraux
30.11.2011 - Dernières Nouvelles d'Alsace: Hagenthal : les chemins de la pollution
30.11.2011 - Le Pays: Hagenthal-le-Bas : du lindane sur des chemins ruraux
30.11.2011 - Le Parisien.fr: Alsace - des déchets chimiques à ciel ouvert dans deux villages frontaliers (écologistes)
01.12.2011 - terraeco.netAlsace : Pollution chimique dans un village

Weiteres zum Thema

2006 - J. Vijgen, L.-F. Yi , M. Forter, R. Lal, R. Weber, Organohalogen Compd. 68, 899-904 (2006): The legacy of Lindane and technical HCH production (PDF)

2006 - R. Weber, P. A. Behnisch, A. Brouwer, B. van Bavel, G. Lindstroem, M. Zennegg, B. Schillinge, O. Paepke, Organohalogen Compd. 68, 905-910 (2006): Contemporary relevance of dioxin and dioxin-like compound contaminations in residues from recycling of HCH waste. (PDF)

03.07.2008 - Weber R, Gaus C, Tysklind M, Johnston P, Forter M, Hollert H, Heinisch H, Holoubek I, Lloyd-Smith M, Masunaga S,. Moccarelli P, Santillo D, Seike N, Symons R, Torres JPM, Verta M, Varbelow G, Vijgen J, Watson A, Costner P, Wölz J, Wycisk P, Zennegg M., Env Sci Pollut Res 15, 363-393 (2008): Dioxin- and POP-contaminated sites—contemporary and future relevance and challenges (PDF)

22.11.2010 - Vijgen J, Abhilash PC, Li Y-F, Lal R, Forter M, Torres J, Singh N, Yunus M, Tian C, Schäffer A, Weber R*.,Env Sci Pollut Res. 18, 152-162 (2011): Persistent Organic Pollutants and Landfills - A Review of Past Experiences and Future Challenges (PDF)

29.01.2011 - Weber R, Watson A, Forter M, Oliaei F., Waste Management & Research 29 (1) 107-121 (2011): Persistent Organic Pollutants and Landfills - A Review of Past Experiences and Future Challenges (PDF)

+++ 27. Oktober 2011 +++

25 Jahre Schweizerhalle – hat die Branche aus dem Inferno gelernt?

„«Schweizerhalle» hatte keine nachhaltige Wirkung“

Peter Donath, Ex-Umweltchef bei Ciba im Interview mit Martin Forter

Industrie und Behörden stellen den Grossbrand bei Sandoz vom 1. November 1986 in Schweizerhalle (BL/CH) gerne als positiven Wendepunkt im Umweltverhalten der Basler Chemie- und Pharmakonzerne dar. Peter Donath, ehemaliger Umweltchef des Basler Chemiekonzerns Ciba Spezialitäten zieht 25 Jahre nach dem Brand eine skeptischere Bilanz: «Schweizerhalle» habe auf die Basler chemische und pharmazeutische Industrie im Umweltbereich „keine nachhaltige Wirkung gehabt“. Im Gegenteil: Sie sei der infolge des Brandes verschärften Gesetzgebung ausgewichen und habe die Produktionen weitgehend von Europa nach Asien verlagert. Damit habe die Branche 10 bis 15 Prozent Umweltkosten pro Kilo Produkt eingespart. Die hier installierte Umwelttechnik wie Kläranlagen und Abluftreinigungen habe sie weitgehend stillgelegt und nehme dafür heute in Asien in Kauf, unter katastrophalen arbeitshygienischen und umwelttechnischen Bedingungen zu produzieren. Zum Interview...

Presse-Echo

29.10.2011 - Tages Anzeiger: Schweizerhalle liegt heute in China
29.10.2011 - Zeitpunkt: Sandoz: Schweizerhalle war kein Wendepunkt
30.10.2011 - Badische Zeitung: Wiederholungstäter? Der frühere Ciba-Umweltchef vermisst bei der Industrie nachhaltige Lerneffekt aus Schweizerhalle.
30.10.2011 - L'Alsace: Chimie La catastrophe de Schweizerhalle, il y a 25 ans : « Un mal pour un bien »
31.10.2011 - Stuttgarter Zeitung: Als der Rhein so rot wie tot war
01.11.2011 - SRF Tagesschau online: Schweizerhalle: Jobs weg – Sicherheit bleibt auf der Strecke
01.11.2011 - Basellandschaftliche Zeitung: «Die Industrie hat gar nichts gelernt»

+++ 21. Oktober 2011 +++

25 Jahre Schweizerhalle: Die Regierung untergräbt die Glaubwürdigkeit der Behörden

Nach dem 1. November 1986: Verschmutzter Boden unter dem Brandplatz. Foto: SF

Beim Brandplatz in Schweizerhalle halten Novartis & Co. die damals mit den Behörden verbindlich vereinbarten Sanierungsverpflichtungen nicht ein. Die Sanierungsziele sind seit 17 Jahren überfällig. 17 Jahre hat die Baselbieter Regierung weggeschaut. Auch jetzt versucht sie sich aus der Affäre zu ziehen, statt die Vereinbarung endlich einzufordern: Sie erklärt die damaligen Abmachungen mit der Chemischen Industrie simpel als ungültig. Dies geht aus der heutigen Pressemitteilung der Bau- und Umweltdirektion hervor. Damit setzt die Regierung kurz vor dem 25. Jahrestag des Grossbrandes bei Sandoz vom 1. November 1986 ein verheerendes Zeichen: Sie belohnt die Industrie dafür, dass diese sich nie an die Vereinbarungen mit den Behörden hielt. »mehr…

Presse-Echo

21.10.2011 - SRF Schweiz Aktuell: Keine Sanierung in Schweizerhalle
22.10.2011 - Basler Zeitung: Schweizerhalle dauert an
22.10.2011 - Basellandschaftliche Zeitung: «Jubiläumsgeschenk für Sandoz»
31.10.2011 - Badische Zeitung: Experte: Sandoz hält sich nicht an Absprachen – Grundwasser bis heute schwer belastet
31.10.2011 - Swissinfo: Kontroverse um Brandplatz Schweizerhalle dauert an
31.10.2011 - SRF Tagesschau online: Schweizerhalle: Sanierung zu den Akten gelegt
01.11.2011 - Aargauer Zeitung Die Akte Schweizerhalle ist auch nach 25 Jahren noch nicht geschlossen
01.11.2011 - Radio DRS, Rendez-vous: 25 Jahre Schweizerhalle
01.11.2011 - Radio Suisse Romande RSR: Le site de Schweizerhalle toujours contaminé
01.11.2011 - Radio DRS Regionaljournal, 17:30 Uhr: Die Schatten der Brandkatastrophe von Schweizerhalle
01.11.2011 - Telebasel: Brandstiftung umstritten
01.11.2011 - Swissinfo, english section: Schweizerhalle site row refuses to die down
04.11.2011 - SRF Schweiz Aktuell: Sandoz-Brand-Altlast
22.12.2011 - Tageswoche: «Verhalten von Novartis ist eine Sauerei»

+++ 17. August 2011 +++

«Schweizerhalle»-Deponie: Baselbieter Regierung belohnt Novartis für’s Nichtstun

Am 1. November 2011 jährt sich der Grossbrand bei Sandoz in Schweizerhalle zum 25. Mal. Kurz davor rechtfertigt sich die Baselbieter Regierung in einer kürzlich veröffentlichten Interpellationsantwort für ihr Nichtstun in Sachen «Schweizerhalle»-Deponie. Denn bis heute gelangen aus dieser «Schweizerhalle»-Hinterlassenschaft mehr Schadstoffe ins Grundwasser, als seit 1994 erlaubt ist. Doch der Pharmakonzern Novartis als Nachfolgerin von Sandoz und die Baselbieter Regierung setzen bis heute nicht um, was sie damals zum Schutze des Trinkwassers verbindlich vereinbart haben. Dies zeigt mein kürzlich erschienenes Buch «Falsches Spiel. Die Umweltsünden der Basler Chemie vor und nach ‚Schweizerhalle’».
Jetzt bestätigt die Regierung: Sie belohnt Novartis lieber für’ s abwarten, anstatt das Aufräumen durchzusetzen. »mehr…

Presse-Echo

10.06.2011 - Basler Zeitung: Schweizerhalle bleibt politisch ein Brandplatz

+++ 14. August 2011 +++

Deponie Le Letten: Basler Chemie schüttet giftigen Chemiemüll in der Grube wieder zu!

Foto: Chemiemüll weg

Grüne Farbstoffe, pechschwarze teerige Knollen und graue Partien: Solcher gut sichtbarer Chemiemüll liegt noch immer bei der Deponie Le Letten in Hagenthal-le-Bas herum. Dies zeigte ein Augenschein von unserem Aktionskomitee „Chemiemüll weg!“ am Sonntag, 14.8.2011 in der Grube (vgl. Fotos). Giftiger Chemiemüll liegt noch immer herum, obwohl Novartis, Syngenta und BASF die Aushubarbeiten abgeschlossen haben und die Grube im Moment zuschütten. Das Aktionskomitee„Chemiemüll weg!“ fordert deshalb die französischen Behörden auf, das Zuschütten von Chemiemüll unverzüglich zu stoppen. Von Novartis & Co. verlangt unser Aktionskomitee allen giftigen Chemiemüll vollständig zu beseitigen, bevor sie die Grube zuschütten. »mehr…

Presse-Echo

16.08.2011 - Basellandschaftliche Zeitung
16.08.2011 - Basler Zeitung

+++ 9. Juni 2011 +++

Die vorenthaltenen Explosions-Videos aus den Überwachungskameras der Basler Chemischen Industrie (BCI) in Bonfol vom 7. Juli 2010

Foto: Überwachungskamera der BCI.

Das Collectif Bonfol (CB) veröffentlicht heute 17 Videos aus den Überwachungskameras in Bonfol. Sie dokumentieren die Explosion vom 7. Juli 2010. Diese Videos haben Novartis, Roche & Co. der Öffentlichkeit mit einer Ausnahme vorenthalten. Aus Sicht der Chemiekonzerne mit gutem Grund: Die vorenthaltenen Videos dokumentieren u.a. eine durch die Explosion im Chemiemüll aufgewirbelte Staubwolke, die aus der Halle quillt und Richtung Dorf Bonfol zieht. Auch ein knappes Jahr nach der Explosion ist völlig unklar, mit welchen Chemikalien ein Arbeiter, das Spitalpersonal von Porrentruy und die Umgebung möglicherweise erheblich kontaminiert worden sind. Denn: Die Analysen wurden zu spät durchgeführt und erst noch falsch angesetzt.

Presse-Echo

09.06.2011 -
09.06.2011 - TSR - Television Suisse Romande
09.06.2011 -
10.06.2011 - Basler Zeitung
10.06.2011 - Basellandschaftliche Zeitung

+++ 3. Februar 2011 +++

«Schweizerhalle»-Aufräumarbeiten:
Baselbieter Behörden haben Sanierungsziel vergessen

Es stimme nicht, dass die «Schweizerhalle»-Aufräumarbeiten zwei Sanierungsziele nicht erfüllten. Dies behauptete die Baselbieter Regierung kürzlich in einer Interpellations-Antwort. Anscheinend haben Regierungsrat Jörg Krähenbühl und sein Amt für Umweltschutz eines der wichtigsten damals vereinbarten Sanierungsziele schlicht und einfach vergessen. Dies belegen unveröffentlichte Industrie- und Behörden-interne Dokumente, die heute unter www.martinforter.ch der Öffentlichkeit zugänglich gemacht werden. Die Dokumente zeigen ebenso, wie überfordert die Baselbieter Umweltbehörden in Sachen «Schweizerhalle» sind. »mehr …

Presse-Echo

04.02.2011 - Basler Zeitung: Schweizerhalle: Streit geht weiter u. Eine Art Wikileaks stellt das Umweltamt bloss
04.02.2011 - Basellandschaftliche Zeitung: Schweizerhalle: Behörden kritisiert
03.02.2011 - SRF Schweiz Aktuell : Kritik an der Sanierung
03.02.2011 - TeleBasel : Streit um Schweizerhalle

+++ 12. November 2010 +++

Von den Chemiemülldeponien in das Trinkwasser von 200'000 Menschen

Trockene Versickerungskanäle Trockener Sickergraben in der Muttenzer Hard: Ohne versickerndes Rheinwasser fliesst der Chemiemüll ins Trinkwasser. Foto: Martin Forter

Der Entwurf einer Studie der Uni Basel, den die BaZ heute am 12. November 2010 veröffentlicht, zeigt: Unter gewissen Voraussetzungen können Schadstoffe von den Muttenzer Chemiemülldeponien in die Trinkwasserbrunnen der Hardwasser AG und der Gemeinde Muttenz gelangen. Dieses Wasser trinken täglich über 200'000 Menschen in den Kantonen Basel-Land und Basel-Stadt. Somit bestätigt die neuste Studie, wovon der Liestal Geologe Hansjörg Schmassmann schon 1986 überzeugt war, wie mein neues Buch «Falsches Spiel» zeigt. Der Kanton Basel-Land verdrängte damals die Gefahr für das Trinkwasser. »mehr…

+++ 1. November 2010 +++

«Schweizerhalle»-Deponie: Fragwürdige Antworten des Bundesrats sowie der Baselbieter Regierung

Der Bundesrat und die Regierung Basel-Land bestätigen die Existenz der Schweizerhalle-Deponie ebenso wie die Nicht-Einhaltung des Sanierungsziels. Eine Auffangwanne sei im Untergrund des Brandplatzes aber nie geplant und die Erreichung der Sanierungsziele auf 50 Jahre festgelegt worden. Beides ist falsch, wie mein kürzlich erschienenes Buch «Falsches Spiel» zeigt. »mehr…

Presse-Echo

01.11.2010 - Basler Zeitung
18.10.2010 - Basler Zeitung
26.09.2010 - Der Sonntag Ausgabe Region Basel.pdf
12.09.2010 - Der Sonntag Ausgabe Region Basel.pdf